Das Leben des LRH

Die Geschichte von LRH

L. Ron Hubbard wurde am 13. März 1911 in Tilden (Nebraska) als Sohn des Marine- Fregattenkapitäns Harry Ross Hubbard und Ledora May Hubbard geboren. Als er zwei Jahre alt war, zog die Familie auf eine Ranch außerhalb von Kalispell in Montana und von da weiter in die Hauptstadt Helena.

Als kleiner Junge lernte Ron im rauhen Westen, der, wie er ihn beschrieb, „eine Hauruck-Einstellung, sarkastischen Humor, Cowboy-Streiche und eine Fähigkeit, mit dem Schlimmsten und Gefährlichsten fertig zu werden“ verkörperte, viel über das Überleben. Mit dreieinhalb Jahren konnte er nicht nur reiten, sondern auch Wildpferde mit dem Lasso einfangen und zähmen, mindestens so gut wie jeder andere.

L. Ron Hubbard’s Mutter war eine ungewöhnliche Frau für ihre Zeit. Äußerst gebildet vor ihrer Heirat mit Rons Vater hatte sie das Lehrer-College besucht war sie geradezu prädestiniert, ihrem kleinen Sohn als Lehrerin zur Seite zu stehen. Unter ihrer Anleitung las und schrieb Ron bereits in jungen Jahren und befriedigte seine unbändige Neugier über das Leben mit Werken von Shakespeare, griechischen Philosophen und anderen Klassikern.

Als die Marine-Karriere des Vaters erforderte, daß die Familie für längere Zeit auf Reisen war, half ihm auch hier seine Mutter, das in der Schule Versäumte nachzuholen.

In diesen frühen Jahren begegnete Ron auch zum ersten Mal einer fremden Kultur, den Schwarzfußindianern, die damals noch in den Reservaten außerhalb von Helena lebten. Sein spezieller Freund war ein alter Medizinmann, der als „Old Tom“ bekannt war.

Es entwickelte sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen Ron und dem sonst eher schweigsamen Indianer, und schon bald wurde Ron in die Stammesgeheimnisse, ihre Legenden, Gebräuche und die Überlebenstechniken in einer rauhen Umgebung eingeweiht. Mit sechs Jahren wurde er zum Blutsbruder der Schwarzfußindianer ernannt; eine Ehre, die nur sehr wenigen Weißen zuteil wurde.

Im Frühjahr 1923, als Ron gerade zwölf Jahre alt war, zog seine Familie nach Seattle in den Bundesstaat Washington, da sein Vater beim dortigen Marinestützpunkt stationiert war. Ron wurde Mitglied bei den Pfadfindern, und im ersten Jahr erreichte er voller Stolz den Rang eines Pfadfinders Erster Klasse. Im nächsten Jahr wurde er der jüngste Adler- Pfadfinder, den es je gegeben hatte. Dies ist der höchste Rang unter den amerikanischen Pfadfindern und war das erste Anzeichen dafür, daß er nicht plante, ein normales Leben zu führen.

Am Ende desselben Jahres reiste der junge Ron durch den Panamakanal in die amerikanische Hauptstadt und traf Commander Joseph C. Thompson von der Sanitätstruppe der US-Marine. Commander Thompson war der erste Offizier der US-Marine, der nach Wien geschickt wurde, um unter Sigmund Freud zu studieren, und er nahm sich die Zeit, seinen jungen Freund in die Freudschen Theorien einzuweisen. Obwohl Ron den Ausführungen des Commanders mit lebhaftem Interesse folgte, blieben doch viele seiner Fragen unbeantwortet.

Im Jahre 1927 unternahm Ron mit sechzehn die erste seiner vielen Seereisen über den Pazifik nach Asien. Dort nutzte er, sowohl auf eigene Faust als auch in Begleitung eines Offiziers der britischen Gesandtschaft, die einzigartige Gelegenheit, die Kultur des Fernen Ostens kennenzulernen. Unter den vielen, mit denen er Freundschaft geschlossen und von denen er gelernt hatte, gab es einen weisen Magier aus Peking, der letzte einer Reihe von Magiern, die am Hofe Kublai Khans tätig gewesen waren.

Obwohl „Old Mayo“ in erster Linie als Entertainer einen großen Namen hatte, war er auch sehr versiert in den alten Weisheiten Chinas, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Ron verbrachte viele Abende mit solch weisen Männern und absorbierte begierig ihre ëußerungen.

Während dieser Reisen erlangte Ron auch Zugang zu den buddhistischen Lama-Klöstern in den westlichen Bergen Chinas, über die zwar viel gesprochen wurde, die aber selten gesehen wurden Tempel, deren Zutritt sowohl den Ortsansässigen wie auch ausländischen Besuchern normalerweise verwehrt war.

Neben anderen Wundern, denen er begegnet war, berichtete Ron, daß er Mönche wochenlang ohne Unterbrechung meditieren gesehen hatte, um sich mit höheren Wahrheiten auseinanderzusetzen. Auch hier nutzte er die Zeit, um Nachforschungen anzustellen und Antworten auf das menschliche Dilemma zu finden.

Außerhalb der Klostermauern erforschte Ron die Kultur des Landes. Er verbrachte seine Zeit nicht nur mit den örtlichen Tatarenstämmen, sondern auch mit nomadischen Banditen, die ursprünglich aus der Mongolei stammten. Er reiste auch entlang der chinesischen Küste, erforschte Städte und Dörfer und beschäftigte sich intensiv mit der chinesischen Mentalität. Und wohin Ron auch ging, stellte er sich immer die gleiche Frage: „Warum?“. Warum gibt es so viel menschliches Leid und Elend? Warum war der Mensch mit all seiner uralten Weisheit und dem Wissen, das er im Laufe der Jahrhunderte in Fachbüchern und Tempeln angesammelt hatte, nicht in der Lage, solch grundlegende Probleme wie Krieg, Geisteskrankheit und Unglück zu lösen?

Mit 19 Jahren, lange bevor es kommerziellen Flugverkehr gab, hatte er bereits eine Reisestrecke von mehr als vierhunderttausend Kilometern zurückgelegt, nicht nur nach China, sondern auch Japan, Guam, den Philippinen und anderen Orten im Fernen Osten. Man könnte sagen, daß die Welt selbst im wahrsten Sinne des Wortes sein Klassenzimmer war. Er studierte eifrig alles, was er sah, und hielt, was er gelernt hatte, in seinen Tagebüchern fest, die er stets bei sich trug und für später sorgsam aufbewahrte.

Überall nahm er sich auch die Zeit, anderen zu helfen und sie zu unterrichten. Auf einer entlegenen Pazifikinsel zum Beispiel bewies er den völlig verstörten Eingeborenen, daß das Heulen eines Geistes in einer angeblichen Spukhöhle nichts weiter war als das Rauschen eines unterirdischen Flusses.

Auf den pazifischen Südseeinseln führte Ron seine Forschungen fort, indem er sich tief in den Dschungel von Guam wagte, wo er einen uralten polynesischen Friedhof entdeckte, der von der Tradition heroischer Krieger und Könige erfüllt war. Obwohl seine eingeborenen Freunde große Angst um ihn hatten, erforschte er diesen heiligen Ort, getrieben von seinem Durst nach Wissen.

Diese Aufenthalte in Asien und auf den Pazifikinseln beeindruckten Ron zutiefst und vermittelten ihm das subjektive Verstehen einer östlichen Philosophie, die noch älter war als die der Griechen.

Trotz der Wunder dieser Länder und des großen Respekts für diejenigen, die er kennengelernt hatte, hatte er auch Dinge gesehen, die ihn beunruhigten: Bettler, die freiwillig und ohne fremdes Zutun an offenen Gräbern in Peking einfach starben, hungernde Kinder, nur noch Haut und Knochen, allgemeine Unwissenheit und Verzweiflung ... Letztendlich kam er zu dem unausweichlichen Schluß, daß der Osten trotz der Weisheiten seiner alten Schriften keine Antworten auf das Elend menschlicher Existenz hatte, wie der unwürdige Gesamtzustand und die Not der Bevölkerung bewies.

Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten im Jahre 1929 setzte Ron seine formelle Ausbildung fort. Nachdem er die Swavely Prep School in Manassas in Virginia besucht hatte, absolvierte er die Woodward School for Boys in Washington, D.C.

Dann schrieb er sich an der George Washington Universität ein. Es wäre naheliegend gewesen, das Fachgebiet Völkerkunde zu belegen, da er bereits Experte für viele Kulturen war von den Pygmäen auf den Philippinen über die kayanischen Schamanen auf Borneo bis hin zu den Chamorros von Guam. Aber das Schicksal und sein Vater fügten es glücklicherweise, daß er Mathematik und Ingenieurwesen studierte. Mit seinem Wissen über die verschiedenen Kulturen, seinem wachsenden Bewußtsein über den Zustand des Menschen sowie seiner Kenntnis der Mathematik und dem Ingenieurwesen hatte er die besten Voraussetzungen, auf wissenschaftlicher Basis das Lösen der Rätsel des Daseins und des geistigen Potentials des Menschen anzugehen.

In der Annahme, daß die Welt der subatomaren Partikel möglicherweise einen Anhaltspunkt für die menschlichen Denkprozesse liefern könnte, schrieb er sich für einen der ersten Kurse der Kernphysik ein, der in den Vereinigten Staaten abgehalten wurde. Außerdem war er zunehmend um die Sicherheit der Welt besorgt, da er erkannte, daß der Mensch erst einmal lernen müßte, mit sich selbst umzugehen, bevor er fähig sei, das Atom zum größtmöglichen Nutzen der Menschen einzusetzen. Er machte es sich dann zur Aufgabe, alles Wissen zusammenzufügen und es zu testen, ob es beachtenswert war, funktionierte und wirklich dazu beitragen konnte, die Probleme des Menschen zu lösen. Und so begann er, präzise zu berechnen, wie der Verstand funktionierte.

In einem seiner ersten bahnbrechenden Experimente auf diesem Gebiet benutzte er ein Meßgerät für Schallwellen, das Koenig- Photometer. Zwei Studenten lasen Gedichte aus völlig verschiedenen Sprachen vor, Japanisch und Englisch. Ron entdeckte, daß das Gerät beide Aufnahmen unabhängig von der Sprache als Gedichte identifizierte. Als Haiku im japanischen Original vorgelesen wurde, produzierte es am Koenig-Photometer dieselbe Wellenlänge wie die in englischer Sprache vorgelesenen Verse.

Ron kam zu dem Schluß, daß hier der wissenschaftliche Beweis vorlag, daß die Menschen nicht so verschieden waren, wie man ihn hatte glauben machen wollen, sondern daß es tatsächlich einen gemeinsamen Nenner gab, und daß der Verstand auf gleiche Reize identisch reagierte.

Ron folgerte, daß die Fragen, die sich aus diesen Experimenten ergaben, am besten von jenen beantwortet werden könnten, die dafür bezahlt wurden, etwas über den Verstand zu wissen. So brachte er seine Entdeckungen in die psychologische Fakultät. Doch statt Antworten zu erhalten, fand er heraus, daß die Psychologen der George Washington Universität seine Ergebnisse und Schlußfolgerungen überhaupt nicht verstanden und, schlimmer noch, daß sie nicht einmal daran interessiert waren.

Verblüfft begriff Ron, daß niemand wußte, wie der Verstand funktioniert. Er sah auch, daß niemand auf dem Gebiet der Psychologie oder der Psychiatrie irgend etwas unternahm, mehr darüber herauszufinden.

Es gab nicht nur keine Antworten im Osten, auch in keinem Zentrum westlicher Kultur waren sie zu finden.

„Um es mal ganz deutlich auszudrücken“, sagte Ron, „es war ganz offensichtlich, daß ich es hier mit einer Kultur zu tun hatte und in ihr lebte, die weniger über den Verstand wußte als der primitivste Eingeborenenstamm, mit dem ich jemals in Berührung kam. Da ich aber auch wußte, daß die Menschen der östlichen Völker nicht in der Lage waren, so tief und vorhersagbar in die Rätsel des Verstandes vorzudringen, wie man mich glauben gemacht hatte, war mir klar, daß eine Menge Forschungsarbeit vor mir lag.“

L. Ron Hubbard begriff, daß ihn das College nicht weiterbringen würde. Also verließ er es zur Zeit der großen Depression und machte sich wieder auf in die Welt, um mehr über das Leben herauszufinden. Über diese Periode sagte er:

„... mit dem Schreiben finanzierte ich meine Forschungen, und dies schloß auch Expeditionen zu primitiven Völkern ein. Denn ich wollte durch diese Untersuchungen feststellen, ob ich einen gemeinsamen Nenner des Daseins finden könnte, mit dem man arbeiten konnte.“

Er leitete zwei Expeditionen: die Karibische Filmexpedition, eine zweieinhalb Monate lange Seereise über 5.000 Seemeilen an Bord des Viermastschoners

Doris Hamlin, und die Westindische Mineralogische Expedition, die erste vollständige mineralogische Untersuchung der Insel Puerto Rico, die sich unter amerikanischer Kontrolle befand. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten begann L. Ron Hubbard, sich seinen Weg zu Ruhm und Reichtum zu schreiben, da damals wissenschaftliche Zuschüsse nur spärlich waren. Er wurde einer der meistgelesenen Schriftsteller der dreißiger Jahre und finanzierte damit seine Forschungen.

Der Herausgeber des Magazins Thrilling Adventures Aufregende Abenteuer), eines der über 30 Magazine, das Ron groß herausbrachte, schrieb im Oktober 1934: „L. Ron Hubbard braucht unseren Lesern nicht vorgestellt zu werden. Ihre Zuschriften zeigen uns, daß seine Geschichten zu den beliebtesten gehören, die wir veröffentlicht haben. Vielleicht haben sich einige Leser gefragt, woher er die farbigen Schilderungen nimmt, die für seine Erzählungen aus fernen Ländern so typisch sind. Die Antwort ist: Er hat es selbst gesehen! Er hat alles besucht, hat gesehen und teilgenommen. Und zwar ausgiebig.“

Während er weiterhin für seine Herausgeber in New York und außerdem sogar Drehbücher für Hollywood schrieb, wie z.B. Das Geheimnis der Schatzinsel,+ hörte er nie auf, seine wichtigen Forschungen über den Menschen voranzutreiben.

L. Ron Hubbard suchte nach einem Prinzip, das die Vereinigung allen Wissens beinhalten und den Sinn der Existenz erklären würde genau das, was andere Philosophen mit wechselndem Erfolg in der Vergangenheit zu finden versucht hatten. Viele westliche Philosophen hatten bereits die Vorstellung aufgegeben, daß verschiedene Völker irgend etwas gemeinsam haben könnten, und stellten schon gar keine Fragen mehr über die Lebenskraft oder die Essenz des Lebens. Der Mensch war einfach eine Art Tier geworden, nur aus Fleisch und Knochen bestehend.

Hubbard hingegen sah den Menschen in einem völlig anderen Licht. Auch wenn er keine Bezeichnung dafür hatte, war er überzeugt, daß das Leben mehr als nur eine zufällige Reihe chemischer Reaktionen war, und daß irgendein intelligenter Antrieb unseren Aktionen zugrunde liegt. Er systematisierte die riesige Menge an Daten, die er auf seinen Reisen, bei seinen Forschungen und wissenschaftlichen Versuchen gewonnen hatte, und schlug einen neuen experimentellen Weg ein, um herauszufinden, wie die Zellen funktionierten. Nach einer weiteren Reihe von Experimenten erzielte er im Frühjahr 1938 einen Durchbruch von erheblicher Tragweite: Er isolierte den gemeinsamen Nenner des Daseins: ÜBERLEBEN.

Daß der Mensch überlebte, war kein neuer Gedanke, wohl aber, daß es der einzige, grundlegende, gemeinsame Nenner allen Lebens war.

Die vorherrschende Theorie zu jener Zeit war die, daß das Leben eine zufällige Kettenreaktion in einem Meer von Ammoniak sei. Ron widerlegte diese materialistischen Ansichten und formulierte die Grundlage für all seine spätere Arbeit. Seine Entdeckungen waren in einem philosophischen Manuskript namens „Excalibur“ zusammengefaßt, das in den ersten Wochen des Jahres 1938 geschrieben wurde.

Er schrieb: „Mir wurde plötzlich bewußt, daß Überleben der essentielle Punkt war, an dem sich alles andere aufhängen und ausreichend und ausführlich beweisen ließe. Es ist ein sehr einfaches Problem, geradezu lächerlich einfach. Deshalb wurde es auch nie gelöst. Niemand hat jemals in Betracht gezogen, daß etwas so Einfaches so viel bewirken könnte. Wie sieht also die Einfachheit der Lösung aus? Die Einfachheit der Lösung liegt darin, daß Leben, alles Leben, versucht zu überleben, und daß das Leben aus zwei Dingen besteht: aus dem materiellen Universum und einem Faktor X. Und dieser Faktor X ist etwas, das offensichtlich das materielle Universum ordnen und in Bewegung setzen kann.

Er erinnerte sich an die Zeit, als er „Excalibur“ schrieb, das erste seiner vielen Werke über das Leben: „Ich begann dieses Geheimnis in die Schreibmaschine zu hämmern, und als ich etwa fünfzig Seiten geschrieben hatte, war ich mir stärker im klaren. Ich zerriß die fünfzig Seiten und fing wieder von vorne an.“

Die Reaktionen auf das Manuskript waren überwältigend, und viele Verleger wollten es unbedingt veröffentlichen. Ron lehnte ab: „,Excalibur’ enthielt keinerlei Therapie, sondern war einfach eine Reflexion über die Bestandteile des Lebens. Ich beschloß, der Sache wirklich auf den Grund zu gehen.“

Er finanzierte seine Forschungen weiterhin durch seine zunehmend erfolgreicheren Geschichten und Romane. Sie umfaßten alle nur erdenklichen Genres, von Abenteuer und Reisegeschichten bis hin zu Kriminalromanen, Western, Liebesgeschichten, Science-fiction und Fantasy. Er eröffnete eine völlig neue ëra der Science-fiction, indem er nicht über Maschinen und Roboter, sondern über wirkliche Menschen und Abenteuer schrieb. Ron war einer der Gründer des „Goldenen Zeitalters der Sciencefiction“.

Auch setzte er seine Expeditionen fort. Als Mitglied des angesehenen Explorers Club (Forscher-Club) in New York City erwählt, brach er unter dem Schutz dessen Flagge eine hohe Ehre auf dem Gebiet der Forschungsreisen im Mai 1940 zur Alaska-Funk-Expedition auf. Diese Expedition unterstützte nicht nur die Zusammenstellung von Seekarten für die Küsten von Britisch Kolumbien und Alaska, sondern vergrößerte auch Rons Wissen über weitere Kulturen: der Tlingit, der Haida und der Aleuten-Indianer Alaskas.

Im Dezember 1940 erhielt L. Ron Hubbard sein „Kapitänspatent für Dampf- und Motorschiffe“ vom Handelsministerium der Vereinigten Staaten. Drei Monate später bestätigte ein zweites Patent seine Fähigkeiten als Seefahrer, das „Kapitänspatent für Segelschiffe auf allen Meeren“.

Parallel dazu setzte Ron ständig seine Suche nach Antworten auf die Rätsel des Menschen fort. Das Schreiben und die Forschungsreisen dienten dazu, seine Entdeckungen zu finanzieren und sein Wissen über die Welt und das Leben zu vergrößern.

Und dann kam der Krieg.

Als Amerika in den Zweiten Weltkrieg eintrat, wurde L. Ron Hubbard zum Leutnant der US-Marine ernannt und diente als Kapitän von Korvetten. Er wurde sowohl im Atlantik als auch im Pazifik eingesetzt und genoß bei jedem unter seinem Kommando höchstes Ansehen. Dennoch konnte er dem Krieg nichts abgewinnen, und nachdem er genügend Tote für den Rest seines Lebens gesehen hatte und ihm gleichzeitig die Auswirkungen derartiger Blutbäder auf die geistige Gesundheit des Menschen klar wurden, verdoppelte er seine Anstrengungen für die Erschaffung einer geistig gesunden Welt. Mit derselben Hingabe widmete er sich auch so gut er konnte dem Schutz seiner Mannschaft, was einen seiner Männer zu den folgenden Zeilen veranlaßte:

„Ich habe das Gefühl, daß ich Ihnen zu großem Dank verpflichtet bin. Erstens dafür, Sie überhaupt zu kennen, und zweitens, weil Sie für mich alle Attribute eines beispielhaften Marineoffiziers in sich vereinigen. Für mich waren Sie ein Offizier und Gentleman, lange bevor der Kongreß das entschieden hatte.“

1945 verließ Hubbard, halbblind durch Verletzungen der Sehnerven und gelähmt durch Hüft- und Rückenverletzungen, die Marine. Er wurde in das Marine-Hospital von Oak Knoll in Oakland (Kalifornien) eingeliefert. Unter den 5.000 Patienten, alles Angehörige der Marine und des Marineinfanteriekorps, waren Hunderte ehemaliger amerikanischer Kriegsgefangener, die aus japanischen Gefangenenlagern auf den südpazifischen Inseln befreit worden waren. Viele waren aufgrund von Unterernährung und verschiedener anderer Ursachen in einem schrecklichen körperlichen Zustand und konnten keine Proteine aufnehmen.

Marineärzte versuchten das Problem zu lösen, indem sie Testosteron, ein männliches Hormon, verabreichten. Diese medizinische Behandlung erzielte jedoch nicht bei allen Patienten effektive Resultate, und L. Ron Hubbard nutzte die Gelegenheit, um nicht nur seinen Kameraden zu helfen, sondern auch, um eine von ihm entwickelte Theorie in der Praxis zu testen.

"Er schrieb: „Alles, was ich zu etablieren versuchte, war, ob nun der Verstand den Körper reguliert oder der Körper den Verstand. Wenn also diese Hormone bei einigen Patienten wirken und bei anderen nicht, so könnte es dafür mentale Ursachen geben. Wenn die Patienten, die nicht darauf angesprochen hatten, eine ernsthafte mentale Sperre hätten, wäre es völlig klar, daß die ärztliche Behandlung und die Medikamente, egal in welchen Mengen sie den Patienten verabreicht würden, zu keinerlei Besserung führen würden. Wenn der Verstand in der Lage wäre, dem Körper eine derartig starke Beschränkung aufzuerlegen, dann wäre die bisherige Annahme, daß die Struktur die Funktion reguliert, eindeutig falsch. Ich machte mich daran, dies zu beweisen... Die Endokrinologie interessierte mich weniger als die Antwort auf die Frage, ob die Funktion die Struktur oder die Struktur die Funktion steuert.“

Fall für Fall wendete er die von ihm entwickelten Methoden an und fand heraus, daß die Patienten spontan auf die medizinische Behandlung ansprachen, sobald die mentalen Sperren entfernt worden waren.

Tatsächlich steuerte also die Funktion die Struktur, und wie Ron schrieb: „Der Gedanke ist der Boß.“

Das war eine revolutionäre Idee, die im Widerspruch zu den falschen Vorstellungen stand, die sowohl die östlichen Philosophien wie auch die Wissenschaft jahrhundertelang gequält hatten.

Nach Beendigung des Krieges setzte Hubbard mit intensiver Forschung alles daran, die Funktionsfähigkeit seiner Durchbrüche weiter zu testen. Er suchte sich hierfür Menschen aus allen Gesellschaftsschichten: in Hollywood, wo er mit Schauspielern und Drehbuchautoren zusammenarbeitete, in Savannah (Georgia), wo er völlig verstörten Patienten einer Nervenheilanstalt half, in Washington, D.C., und New York City, in New Jersey, Pasadena, Los Angeles und Seattle. Bei insgesamt über vierhundert Menschen konnte er vor 1950 spektakuläre Ergebnisse aufweisen. Er benutzte dieselben Verfahren, um seine eigenen Verletzungen auszuheilen; seine Gesundheit war 1949 gänzlich wiederhergestellt.

Die Offiziere des Ruhestands-Ausschusses der Marine, die den Fall L. Ron Hubbard untersuchten, brachte seine vollständige Genesung völlig aus der Fassung. Sie hielten es für ausgeschlossen, daß ein Mensch, der bei Kriegsende in Stücke geschossen worden war, nach einer eingehenden körperlichen Untersuchung für gesund erklärt werden konnte. Die einzig mögliche Erklärung war für sie, daß es sich um einen anderen L. Ron Hubbard handeln mußte. Als sie jedoch herausfanden, daß alles seine Richtigkeit hatte, bescheinigten sie ihm wieder volle Diensttauglichkeit.

Ron kehrte nach Washington, D.C., zurück, wo er seine sechzehnjährigen Forschungen über den Zustand des Menschen im Manuskript „Die ursprüngliche These“ zusammenfaßte (heute unter dem Titel Die dynamischen Kräfte des Lebens veröffentlicht). Das Werk skizzierte die Prinzipien, die seinen Techniken zugrunde lagen. Er bot es nicht zur Veröffentlichung an, sondern gab lediglich ein oder zwei Kopien an ein paar Freunde. Die vervielfältigten sie sofort und sandten sie an ihre Freunde, die wiederum Kopien machten und sie weiterschickten. Von Hand zu Hand weitergereicht, wurde Dianetik wie von selbst in der ganzen Welt bekannt. Man sprach davon, daß L. Ron Hubbard einen sensationellen Durchbruch erzielt hatte. Er hatte die Ursache für menschliche Aberration gefunden und eine Technik für den Verstand entwickelt, die wirklich funktionierte. Dianetik war geboren.

Der erste veröffentlichte Artikel über Dianetik, „Terra Incognita: Der Verstand“, erschien in der Winter/Frühlings-Ausgabe 19491950 des Explorers Club Journal. Kurz darauf sah sich L. Ron Hubbard buchstäblich von Anfragen überschwemmt, die mehr über die Anwendung seiner Durchbrüche wissen wollten. In der Hoffnung, seine Entdeckungen einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen zu können, und auf das Drängen derer, die damals mit ihm gearbeitet hatten, bot er seine Erkenntnisse der American Medical Association und der American Psychiatric Association an. Die Reaktion war höchst aufschlußreich. Das Establishment für „Gesundheitspflege“ zeigte nicht nur kein Interesse an seiner Arbeit, es weigerte sich auch, seine Ergebnisse zu untersuchen.

Hieraus lernte Ron eine weitere Lektion.

Eine funktionierende Technologie des Verstands, die jeder nutzen konnte, um sich selbst und seinen Mitmenschen zu helfen, stand in krassem Widerspruch zum tiefverwurzelten medizinischen und psychiatrischen Establishment, das lehrte, daß der Verstand so komplex sei, daß er nur von „Experten“ (nämlich ihnen selbst) verstanden werden könne. Sie waren von Subventionen und Forschungszuschüssen der Regierung abhängig und sahen in der Dianetik eine Bedrohung ihrer eigenen Interessen (wobei sie völlig die Tatsache ignorierten, daß L. Ron Hubbard seine Forschungsarbeiten stets selbst finanziert hatte). Eine Technologie, die jeder benutzen konnte, stellte eine echte Bedrohung ihres Monopols und ihrer Dollarmilliarden dar. Sie lehnten Dianetik nicht nur vollständig ab, sondern versuchten sogar, ihre Anwendung zu unterbinden. Wäre es ihr ehrliches Ziel gewesen, Menschen zu helfen, hätten sie sicherlich einen so bewährten Durchbruch auf dem Gebiet des Verstandes mit offenen Armen aufgenommen und dessen Verbreitung zum Wohle der Menschheit unterstützt. Da sie das nicht taten, kann man daraus schließen, daß sie in Wahrheit niedere Beweggründe hatten: Kontrolle der anderen zur Wahrung ihrer eigenen Interessen oder, in einem Wort, Habsucht.

Die Freunde und Vertrauten Hubbards waren entsetzt über die Reaktion der Bastionen des Heilens. Auf der einen Seite gab es Hunderte von Fallgeschichten mit sensationellen Erfolgsberichten derer, die Dianetik studiert und angewandt haben, sowie auch Tausende von Briefen mit der Bitte um mehr Informationen. Auf der anderen Seite gab es einige „Experten“, die sich auf 220 Volt Elektrizität (Elektroschocks) spezialisiert hatten, um die Probleme des Verstandes zu lösen, und die niemals das Gebiet der Dianetik studiert hatten und dies auch gar nicht wollten.

Das gab den Ausschlag: L. Ron Hubbard würde sich mit einem Handbuch direkt an die Öffentlichkeit wenden, seine Entdeckungen beschreiben und die Methoden aufzeichnen, die er entwickelt hatte. Nie zuvor hatte es ein solches Werk über den Verstand gegeben, ein Werk, das ausdrücklich für den Mann auf der Straße geschrieben worden war.

Die Veröffentlichung wurde angekündigt, und im ganzen Land erwartete man gespannt das Erscheinen des Buches.

„Im April wird etwas völlig Neues auf den Markt kommen. Es heißt Dianetik“, schrieb der Kolumnist Walter Winchell am 31. Januar 1950. „Eine neue Wissenschaft auf dem Gebiet des menschlichen Verstandes, die genauso exakt funktioniert wie die Naturwissenschaften. Es gibt Anhaltspunkte dafür, daß dieses Werk für die Menschheit ebenso revolutionär sein wird wie die Entdeckung und Nutzung des Feuers durch die Steinzeitmenschen.“

Winchells Vorhersage erwies sich als richtig. Dianetik: Der Leitfaden für den menschlichen Verstand (Englischer Originaltitel: Dianetics: The Modern Science of Mental Health) wurde am 9. Mai 1950 veröffentlicht. Es gab spontane und überwältigende Reaktionen. Nahezu über Nacht wurde das Buch ein nationaler Bestseller, und 25.000 Briefe und Glückwunschtelegramme stapelten sich bald beim Verleger. Dianetik eroberte die New York Times Bestsellerliste und blieb Wochen und Monate dort, und es sollte das Leben L. Ron Hubbards und das von Millionen Menschen für immer verändern.



  
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